Wickeln & Windelfrei

Es versteht es doch eigentlich schon

Dein Kind wirft sich auf den Boden, schreit laut Nein, und du denkst: Es versteht das doch eigentlich schon. Warum reagiert es dann trotzdem so? Die Antwort liegt tiefer als im sichtbaren Verhalten.

Dein Kind wirft sich auf den Boden, schreit laut Nein, und du denkst: Es versteht das doch eigentlich schon. Warum reagiert es dann trotzdem so? Die Antwort liegt tiefer als im sichtbaren Verhalten.

Sie liegt in der Entwicklung dahinter. Mit knapp drei Jahren ist die Sprache deines Kindes schon weit. Es versteht Sätze, kann sich schon viel besser ausdrücken und hat eigene Vorstellungen.

Aber Verstehen und Umsetzen sind in diesem Alter noch zwei verschiedene Dinge. Der Teil im Gehirn, der innehalten, Impulse bremsen, Frustration tragen und innerlich umschalten kann, reift erst jetzt langsam heran. Impulskontrolle entwickelt sich in dieser Phase weiter, sie ist noch nicht verlässlich da.

Wenn ein starkes Gefühl kommt, ist das schneller da als die Fähigkeit, es zu steuern. Die Grenze ist in diesem Moment nicht weg. Sie ist nur unter dem starken Gefühl kaum noch erreichbar.

Dein Kind kippt nicht, weil es die Grenze nicht kennt. Sondern weil es sie unter Gefühl noch nicht halten kann. Das ist keine Verweigerung.

Das ist Entwicklung. Dass dich das anstrengt, ist kein Zeichen, dass du es falsch machst. Was dir in solchen Momenten helfen kann: Die Grenze klar halten, ohne den Protest persönlich zu nehmen.

Dein Kind braucht in diesem Moment nicht deine Erklärung. Es braucht deine ruhige Klarheit. Die zeigt ihm: Diese Grenze gilt.

Und du bist noch da. Du musst diese Grenze nicht perfekt setzen, nur klar und verlässlich. Das reicht.

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Ein Beitrag von MamaKlar · Klarheit, wenn’s gerade zu viel ist.

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