Autonomie & Gefuehle

Mit der Wut deines Kindes umgehen und Grenzen setzen

Es gibt diesen Moment, in dem dein Kind nach dir haut, und du innerlich sofort merkst: Das trifft mich gerade. Dass dich das berührt und innerlich sofort viel auslöst, ist bei so einer Situation gut nachvollziehbar.

Es gibt diesen Moment, in dem dein Kind nach dir haut, und du innerlich sofort merkst: Das trifft mich gerade. Dass dich das berührt und innerlich sofort viel auslöst, ist bei so einer Situation gut nachvollziehbar. Du willst dein Kind begleiten und gleichzeitig klar stoppen, was weh tut.

Gerade in diesem Alter zeigen sich Wut, Frust und Überforderung oft noch sehr körperlich. Nicht weil dein Kind dir bewusst wehtun will, sondern weil Sprache, Impulskontrolle und Selbstregulation noch mitten in der Entwicklung sind. So ein Moment kann sich schnell groß anfühlen, auch wenn du es gut machen willst.

Und genau dann kann eine klare Grenze etwas sehr Beruhigendes haben, weil sie deinem Kind Orientierung gibt, wo gerade noch keine eigene innere Ordnung da ist. Die Wut darf da sein, und gleichzeitig braucht dein Kind darin Führung. Du musst in diesem Moment die Wut nicht verschwinden lassen.

Es reicht oft schon, wenn du Sicherheit gibst, während das Hauen aufhört. Auch wenn dein Kind dich gerade haut oder wegstößt, sagt das nichts darüber aus, wie wichtig du in diesem Moment bist. Vielleicht hilft dir genau da ein kleiner innerer Satz: Ich bin angespannt, und ich bleibe da.

Auch Worte dürfen dann ganz schlicht sein. Zum Beispiel: Ich sehe deine Wut. Ich halte das Hauen auf.

Denn oft ist in voller Wut noch nicht der Moment für viele Erklärungen. Was dein Kind dann vor allem von dir spürt, ist weniger der genaue Satz, sondern ob Halt da ist. Ob die Wut da sein darf, du aber trotzdem Orientierung gibst, und dein Kind sich darin nicht allein fühlen muss.

Wenn dein Kind wieder etwas zugänglicher wird, wenn der Blick wieder freier wird, die Körperspannung nachlässt oder es sich wieder eher auf deine Nähe einlassen kann, entsteht meist auch wieder mehr Raum für Worte. Dann darf aus dem Stoppen langsam wieder Begleitung werden. Und wenn du merkst, wie viel dir solche Situationen selbst abverlangen, darf auch das mit da sein.

Nicht als Zeichen gegen dich, sondern als Teil von etwas, das gerade einfach viel ist. Wenn ihr merkt, dass euch solche Situationen sehr häufig überrollen oder das Hauen immer heftiger wird, darf Unterstützung mit dazukommen.

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Ein Beitrag von MamaKlar · Klarheit, wenn’s gerade zu viel ist.

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