Schnuller

Wann der Schnuller weniger werden darf

Der Schnuller muss nicht von heute auf morgen verschwinden. Aber er ist auch nicht einfach etwas, das man beliebig lange nebenher laufen lassen sollte. Im ersten Lebensjahr ist das Saugbedürfnis oft noch sehr ausgeprägt.

Der Schnuller muss nicht von heute auf morgen verschwinden. Aber er ist auch nicht einfach etwas, das man beliebig lange nebenher laufen lassen sollte. Im ersten Lebensjahr ist das Saugbedürfnis oft noch sehr ausgeprägt.

Mit zunehmender Entwicklung wird es aber immer wichtiger, den Schnuller nicht nur als Hilfe zu sehen, sondern auch seinen Einfluss mit zu bedenken. Denn es geht nicht nur um Zähne. Auch Mundmuskulatur, Kiefer, die Ruheposition der Zunge und später auch die Sprachentwicklung hängen mit dem Mundraum zusammen.

Wenn der Schnuller sehr häufig und über längere Zeit im Mund ist, kann das auf diese Entwicklung Einfluss nehmen. Genau deshalb lohnt es sich, den Schnuller nicht einfach selbstverständlich mitlaufen zu lassen. Nicht, weil du sofort alles wegnehmen musst.

Sondern weil es fachlich sinnvoll ist, mit wachsender Entwicklung bewusster hinzuschauen, wie viel Platz er im Alltag noch haben soll. Ab dem zweiten Lebensjahr darf diese Frage deshalb deutlicher werden. Nicht aus Druck.

Sondern weil dein Kind in dieser Zeit mehr und mehr andere Wege entwickeln kann, sich zu beruhigen, sich auszudrücken und im Alltag zurechtzukommen. Das heißt nicht, dass du einen perfekten Zeitpunkt treffen musst. Aber du darfst die Risiken ernst nehmen und sie in deine Entscheidung mit hineinnehmen.

Nicht nur: Hilft der Schnuller gerade? Sondern auch: Wie lange möchte ich das noch mittragen? Und was sehe ich bei meinem Kind?

Wenn du merkst, dass der Schnuller sehr häufig gebraucht wird, lange im Mund bleibt oder du bei Zähnen, Kiefer, Sprache oder Mundschluss unsicher wirst, ist das ein guter Moment, genauer hinzuschauen und es beim Kinderarzt oder Kinderzahnarzt anzusprechen. Es geht also nicht darum, den Schnuller dramatisch zu sehen. Aber eben auch nicht darum, ihn zu verharmlosen.

Ein bewusster Umgang heißt, seinen Nutzen zu sehen und seine möglichen Folgen mitzudenken. So kannst du Schritt für Schritt entscheiden, welcher Weg für euch stimmig ist.

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Ein Beitrag von MamaKlar · Klarheit, wenn’s gerade zu viel ist.

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