Weinen beim Wickeln
Sobald das Wickeln beginnt, fängt dein Baby wieder an zu weinen. Und vielleicht merkst du sofort, wie auch in dir Anspannung entsteht. Gerade weil du es ruhig machen willst und nicht das Gefühl haben möchtest, dass dein Baby sich dabei unwohl fühlt.
Dieses Schreien heißt aber nicht automatisch, dass beim Wickeln etwas schiefläuft. Für viele Babys ist Wickeln ein Moment, in dem sich auf einmal vieles verändert. Die Windel geht auf, es wird kühler, der Körper liegt anders, und Berührungen passieren an empfindlichen Stellen.
Gerade das kann schnell viel sein. Manche Babys werden vorher schon unruhiger. Andere wirken so, als würden sie direkt losschreien.
Auch das kommt vor und sagt nicht automatisch etwas gegen dich als Papa aus. Was oft hilft, ist nicht mehr Tempo, sondern etwas mehr Ruhe im Ablauf. Eine warme Hand auf dem Bauch, eine ruhige Stimme, ein klarer, wiederkehrender Ablauf.
So kann dein Baby leichter spüren: Ich werde hier begleitet. Manchmal hilft es auch schon, den Übergang zum Wickeln etwas langsamer zu machen. Wenn du dein Baby hochnimmst, können deine Hände einen Moment auf seinem Körper ruhen, bevor du es zur Wickelunterlage trägst.
So bekommt dein Baby etwas mehr Zeit, sich auf den Wechsel einzustellen. Auch ein kurzer Blick auf das Drumherum kann helfen. Etwas mehr Wärme, ein ruhigeres Handling oder ein Moment, der insgesamt etwas weniger voll ist, können beim Wickeln schon einen Unterschied machen.
Du musst diesen Moment also nicht sofort lösen. Aber du darfst ihn als das einordnen, was er für viele Babys sein kann: ein sensibler Übergang mit vielen Reizen auf einmal. Und genau aus dieser Einordnung kann oft schon etwas mehr Ruhe entstehen.
PapaKlar gibt Orientierung und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Begleitung.