Autonomie & Gefuehle

Wenn dein Kind nur noch Nein sagt

Dein Kind steht vor dir, die Arme verschränkt, und sagt wieder nein. Du spürst, wie deine Schultern sich anspannen. Du willst Verbindung, und es fühlt sich an wie Gegenwind. Das ist anstrengend.

Dein Kind steht vor dir, die Arme verschränkt, und sagt wieder nein. Du spürst, wie deine Schultern sich anspannen. Du willst Verbindung, und es fühlt sich an wie Gegenwind.

Das ist anstrengend. Und gleichzeitig steckt in diesem Nein etwas Wichtiges: Dein Kind beginnt zu spüren, dass es eine eigene Stimme hat. Dass es zählt.

Das Nein ist in diesem Alter oft weniger Kampf als der Versuch, sich selbst zu spüren. Was dabei passieren kann: Das Nein deines Kindes berührt etwas in dir. Ärger, Hilflosigkeit, vielleicht sogar Schmerz.

Das ist normal. Und es lohnt sich, einen Moment innezuhalten und zu fragen: Was macht das gerade mit mir? Denn dein Zustand ist in diesem Moment mit im Raum.

Verbindung entsteht in diesen Momenten nicht dadurch, das Nein wegzudiskutieren. Sondern dadurch, dass dein Kind merkt: Papa sieht mich. Auch gerade jetzt.

Und er bleibt trotzdem. Nicht überzeugen. Nicht diskutieren.

Erst kurz verstehen, was hinter dem Nein steckt. Dann ruhig und klar einen Rahmen geben. Das kann klingen wie: Du magst das gerade gar nicht.

Ich versteh das. Und wir ziehen jetzt trotzdem die Schuhe an. Oder: Willst du die roten oder die blauen?

Ein kleines Ja innerhalb eines klaren Rahmens gibt deinem Kind Raum für seine eigene Stimme, ohne dass du die Orientierung abgibst. Dein Kind braucht kein Ja auf alles. Es braucht das Gefühl, dass du da bleibst, auch wenn es nein sagt.

Genau das nährt euer Vertrauen. Mehr als jedes erzwungene Ja. PapaKlar gibt Orientierung und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Begleitung.

An eine Mama schicken

Solche Antworten jederzeit & für genau deine Situation

In der MamaKlar-App begleitet dich Judith rund um die Uhr – eine ruhige Stimme, die einordnet statt belehrt.

Mehr aus Autonomie & Gefuehle

Konsequenz statt StrafeKonsequenzen und Strafen sind nicht dasselbeUnterschiedliche Vorstellungen gemeinsam tragenWenn Verstehen noch nicht reicht

MamaKlar gibt Orientierung und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Begleitung. Bei Sorge um die Gesundheit deines Kindes wende dich an Hebamme, Kinderarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117).

Ein Beitrag von MamaKlar · Klarheit, wenn’s gerade zu viel ist.

Link kopiert