Autonomie & Gefuehle

Wutanfälle verstehen und begleiten

Dein Kind schreit, wirft sich hin, und du spürst sofort diesen Druck, jetzt „richtig“ reagieren zu wollen. Dass sich das groß anfühlt, ist gut nachvollziehbar. Zwischen etwa 18 und 36 Monaten sind starke Gefühle oft schneller da, als dein Kind sie einordnen, in Worte fassen oder schon mit Sprache und Logik steuern kann.

Dein Kind schreit, wirft sich hin, und du spürst sofort diesen Druck, jetzt „richtig“ reagieren zu wollen. Dass sich das groß anfühlt, ist gut nachvollziehbar. Zwischen etwa 18 und 36 Monaten sind starke Gefühle oft schneller da, als dein Kind sie einordnen, in Worte fassen oder schon mit Sprache und Logik steuern kann.

Du darfst das deshalb eher als Entwicklung sehen als als Angriff gegen dich. In diesem Alter wächst der Wunsch nach Unabhängigkeit oft stark. Gleichzeitig fehlt noch viel von dem, was es bräuchte, um Frust, Wut und innere Überforderung schon gut selbst zu regulieren.

Ein Wutanfall wirkt nach außen schnell wie Trotz. Oft zeigt er aber eher, dass gerade alles zu viel ist und dein Kind in diesem Moment noch kein anderes Ventil hat. Vielleicht hilft dir in so einem Moment eher dieser Blick: Du musst die Wut nicht klein machen.

Du hältst den Rahmen, während dein Kind sich noch nicht selbst halten kann. Dein Kind macht das nicht gegen dich. Gerade in solchen Momenten braucht es dich besonders.

Am meisten hilft oft nicht noch mehr Erklären, sondern dass du selbst so ruhig wie möglich bleibst, Sicherheit gibst und da bist, ohne mit vielen Worten oder Reizen noch mehr draufzulegen. Du bist in diesem Moment eher ein Anker als ein Problemlöser. Wenn es losgeht, kann innerlich ein Satz helfen: Das ist gerade groß.

Nicht gegen mich. Und dann ein klarer, ruhiger Satz auf Augenhöhe, zum Beispiel: „Ich sehe, wie wütend du gerade bist. Ich bleibe bei dir.

Und ich stoppe, dass du haust.“ So wird klar: Das Gefühl darf da sein. Aber nicht jedes Verhalten bekommt Raum. Danach braucht es oft weniger Worte und mehr verlässliche Präsenz.

Wenn dein Kind Abstand braucht, bleib sichtbar und ruhig da. Wenn es Nähe sucht, darf es sie bekommen, ohne dass die Grenze wegfällt. So kann dein Kind nach und nach erleben: Meine Gefühle dürfen da sein.

Ich bin damit nicht allein. Jemand bleibt bei mir, bis es wieder ruhiger werden kann. Genau daraus können mit der Zeit mehr Sicherheit und erste eigene Schritte im Umgang mit starken Gefühlen wachsen.

Und du kannst in diesem Moment klar bleiben, ohne dich gegen dein Kind zu stellen.

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Ein Beitrag von MamaKlar · Klarheit, wenn’s gerade zu viel ist.

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