Rund ums Baby

Lob und Wertschätzung sind nicht dasselbe

Du möchtest deinem Kind etwas mitgeben, das stärkt. Vielleicht kommt dir dabei zuerst ein Satz wie „Super gemacht“ oder „Toll“ in den Kopf. Und gleichzeitig merkst du manchmal, dass es sich nicht ganz stimmig anfühlt.

Du möchtest deinem Kind etwas mitgeben, das stärkt. Vielleicht kommt dir dabei zuerst ein Satz wie „Super gemacht“ oder „Toll“ in den Kopf. Und gleichzeitig merkst du manchmal, dass es sich nicht ganz stimmig anfühlt.

Dieses Gefühl muss nichts Schlechtes bedeuten. Es kann einfach ein Zeichen dafür sein, dass du gerade etwas Wichtiges wahrnimmst: Lob und Wertschätzung sind nicht dasselbe. Lob richtet sich meist auf ein Verhalten oder auf ein Ergebnis.

Es bewertet etwas positiv. Wertschätzung geht oft einen anderen Weg. Sie bleibt nicht bei der Bewertung stehen, sondern nimmt wahr, was gerade da ist.

Sie beschreibt, begleitet und lässt dem Kind mehr Raum, sich selbst in seinem Tun zu erleben. Warum das wichtig ist, zeigt sich oft nicht sofort. Wenn Kinder sehr häufig gelobt werden, kann sich ihr Blick mit der Zeit stärker nach außen richten.

Dann wird manchmal wichtiger, wie die Reaktion ausfällt, als wie sich das eigene Tun von innen anfühlt. Wertschätzung kann hier etwas anderes möglich machen. Wenn Kinder nicht ständig in richtig oder falsch, gut oder schlecht eingeordnet werden, bleiben sie oft mehr bei sich selbst.

Sie erleben sich stärker über ihr eigenes Handeln, ihre Gefühle und ihre Persönlichkeit. Im Alltag kann sich dieser Unterschied oft schon in kleinen Sätzen zeigen. Lob klingt zum Beispiel eher wie: „Super gemacht.“ Wertschätzung bleibt oft näher bei dem, was du wirklich wahrnimmst.

Zum Beispiel: „Du hast dir dafür viel Zeit genommen.“ Oder: „Du wolltest das unbedingt allein schaffen.“ Oder: „Ich sehe, wie sorgfältig du das gebaut hast.“ So entsteht oft etwas anderes im Kontakt. Dein Kind wird nicht nur für ein Ergebnis gelobt, sondern in dem gesehen, was es gerade tut, versucht oder erlebt. Das heißt nicht, dass Lob grundsätzlich falsch ist.

Aber es macht einen Unterschied, ob dein Kind vor allem auf eine Bewertung reagiert oder ob es sich in seinem Tun wirklich wahrgenommen fühlt. Vielleicht hilft dir genau dieser Gedanke: Du musst Lob nicht vermeiden. Aber du darfst feiner wahrnehmen, wann dein Kind gerade eher Bewertung bekommt und wann es vor allem gesehen werden möchte.

Denn manchmal liegt genau darin der Unterschied, der sich im Kontakt plötzlich viel stimmiger anfühlt.

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Ein Beitrag von MamaKlar · Klarheit, wenn’s gerade zu viel ist.

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