Schlaf

Wachzeiten im ersten Lebensjahr

Schlaf ist bei Babys kein fertiges System. Er entwickelt sich mit dem Alter, und genau deshalb kann es entlasten, den Blick nicht ständig auf die nächste Schlafetappe zu richten.

Schlaf ist bei Babys kein fertiges System. Er entwickelt sich mit dem Alter, und genau deshalb kann es entlasten, den Blick nicht ständig auf die nächste Schlafetappe zu richten. Manchmal entsteht mehr Ruhe, wenn die Aufmerksamkeit etwas mehr bei der Wachphase bleiben darf: Wie lange ist dein Baby gerade schon wach, und was passt jetzt in diesem Abschnitt?

Und wenn dich dieses Thema manchmal verunsichert, darf daraus mit der Zeit wieder mehr Orientierung wachsen. Wachzeiten können dabei wie ein ruhiger Rahmen sein. Am Anfang sind diese Phasen meist noch kurz, oft eher bei ein bis zwei Stunden.

Mit vier bis fünf Monaten wird daraus häufig eher anderthalb bis zweieinhalb Stunden, mit sechs bis sieben Monaten eher zwei bis drei. Später weitet es sich meist weiter aus, im Bereich von acht bis zehn Monaten oft auf etwa drei bis vier Stunden und um elf bis dreizehn Monate herum häufig auf vier bis sechs Stunden. Das sind keine Vorgaben, eher eine Orientierung, weil jedes Kind seinen eigenen Rhythmus und sein eigenes Tempo mitbringt.

Genau darin kann viel Entlastung liegen. Die Wachphase ist dann nicht mehr nur die Zeit, in der innerlich schon auf den nächsten Schlaf hingearbeitet wird. Sie darf wieder das sein, was sie auch ist: Zeit für Nähe, Nahrung, Spiel, Regulation und kleine Pausen.

Und oft fühlt sich auch der nächste Übergang ruhiger an, wenn die Wachphase nicht die ganze Zeit unter Spannung steht. Wenn dein Baby quengelig wird, darf deshalb auch die Wachzeit mit im Blick bleiben, ganz ruhig im Hintergrund. Vielleicht hilft dir dann eher die Frage: Wie lange seid ihr schon wach, und kündigt sich gerade ein Ruhepunkt an?

So wird aus „zu kurz oder zu lang?“ eher ein weicheres Gefühl dafür, was jetzt gerade passen könnte. Das verändert nicht alles auf einmal. Aber es kann den Tag freundlicher machen, weil nicht jede Wachphase schon im Schatten des nächsten Schlafes steht.

Und vielleicht liegt genau darin etwas sehr Beruhigendes: Dein Baby braucht keinen perfekten Takt, sondern eine Begleitung, die aufmerksam bleibt und trotzdem atmen kann.

An eine Mama schicken

Solche Antworten jederzeit & für genau deine Situation

In der MamaKlar-App begleitet dich Judith rund um die Uhr – eine ruhige Stimme, die einordnet statt belehrt.

Mehr aus Schlaf

Wenn der Hund nachts bellt und dein Baby aufschrecktWie viele Mittagsschläfchen dein Kleinkind noch brauchtPucken kann beruhigenSanft ablegen im Schlaf

MamaKlar gibt Orientierung und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Begleitung. Bei Sorge um die Gesundheit deines Kindes wende dich an Hebamme, Kinderarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117).

Ein Beitrag von MamaKlar · Klarheit, wenn’s gerade zu viel ist.

Link kopiert