Schlaf

Wenn die erste Zeit als Vater alles zu viel wirkt

Du hältst dein Baby, und in dir ist alles wie versteinert. Vielleicht fühlst du dich leer. Oder so überflutet, dass gerade nichts mehr geht. Oder du merkst, dass da keine Wärme ist, wo du dir eigentlich eine wünschst.

Du hältst dein Baby, und in dir ist alles wie versteinert. Vielleicht fühlst du dich leer. Oder so überflutet, dass gerade nichts mehr geht.

Oder du merkst, dass da keine Wärme ist, wo du dir eigentlich eine wünschst. Das kann sich seltsam anfühlen. Gleichzeitig zeigt es erst einmal nur, dass gerade sehr viel auf einmal passiert.

Vielleicht hast du dich vorbereitet. Du wolltest präsent sein. Und trotzdem greift gerade wenig von dem, was du eigentlich weißt.

Das darf so sein. Das ist ein System, dem gerade zu viel auf einmal zugemutet wird. Die erste Zeit mit Baby kann Eltern tief fordern.

Zu wenig Schlaf, zu viel Verantwortung, zu wenig Pause, zu wenig Raum, um selbst wieder bei sich anzukommen. Und Schlafmangel verändert mehr als nur die Stimmung. Er verändert, wie du Dinge wahrnimmst, wie du dich selbst erlebst und wie nah du deinem Baby noch sein kannst.

Was dann wie Kälte oder Leere wirkt, ist oft das Ergebnis eines Systems, das gerade schlicht am Limit ist. Wenn sich alles zu viel anfühlt, heißt das nicht, dass du versagst. Du darfst dir erlauben, dass diese erste Zeit mit Baby hart sein kann.

Wenn du das nächste Mal merkst, wie leer oder wie abgeschnitten du dich gerade fühlst, musst du das nicht sofort lösen. Manchmal reicht es schon, wieder etwas näher an den Moment zu kommen. Schau nicht zuerst darauf, was du perfekt machen müsstest.

Schau erst einmal: Was ist gerade da? Bei dir. Und bei deinem Baby.

Denn genau in diesen kleinen Momenten des Wahrnehmens wächst etwas zwischen euch. Nicht durch Perfektion. Durch Dasein.

Du entscheidest, was dir gerade möglich ist. Und wenn du merkst, dass diese Zustände nicht wieder gehen, dass die Erschöpfung bleibt, die Distanz wächst oder du dich selbst kaum wiedererkennst, dann ist das kein Zeichen von Schwäche. Dann ist das ein Zeichen, dass du dir früh Unterstützung holen darfst.

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Ein Beitrag von MamaKlar · Klarheit, wenn’s gerade zu viel ist.

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