Wenn du trotz ruhigem Babyschlaf nicht runterkommst
Wenn dein Baby ruhig schläft, du selbst aber trotzdem nicht runterkommst, heißt das nicht automatisch, dass du dich einfach nur mehr entspannen müsstest. Manchmal ist nicht mehr das Baby wach, sondern dein eigenes System noch auf Spannung. Hilfreich kann sein, das nicht gegen dich zu lesen, sondern als Zeichen dafür, dass dein Nervensystem noch nicht wieder ganz auf Ruhe umgeschaltet hat.
Auch wenn dein Baby schläft und es um dich herum ruhig geworden ist, kann dein Körper innerlich noch wach und angespannt bleiben. Entlastend kann dann sein, deinem Körper wieder etwas Vertrautes anzubieten, statt von dir zu erwarten, jetzt sofort schlafen zu müssen. Das kann ein kleines Abendritual sein, das nur für dich gilt und sich wiederholen darf: wenig Licht, dieselbe kurze Reihenfolge, ein beruhigender Satz, ein inneres Bild oder ein paar Gedanken erst einmal aufs Papier, damit sie nicht mit ins Bett wandern.
Gerade diese Wiederholung kann deinem Körper helfen, wieder eher in Ruhe zu finden. Wenn Gedanken kreisen, kann es helfen, ihnen kurz einen Platz außerhalb der Nacht zu geben, statt sie im Bett immer weiter mitzunehmen. Nicht alles muss jetzt gelöst werden, nur weil es gerade wieder laut im Kopf wird.
Eine ruhige Orientierung kann deshalb sein: Schlaf muss nicht als Aufgabe gelingen. Oft reicht es schon, die Bedingungen für Ruhe wieder etwas freundlicher zu machen, damit dein Körper eher folgen kann. Wenn dich das über längere Zeit stark erschöpft, du trotz ruhiger Babyphasen kaum Schlaf findest oder dein Gedankenkarussell nachts nicht mehr aufhört, kann fachkundige Unterstützung sinnvoll sein.