Das viele Stillen für dein Kleinkind einordnen
Wenn dein Kleinkind mitbekommt, dass das Baby oft an deiner Brust ist, kann das etwas in ihm auslösen. Vielleicht zeigt es sich in einer Frage. Vielleicht eher in Nähe suchen, Unruhe oder dem Wunsch, selbst wieder ganz nah bei dir zu sein.
Oft tut in solchen Momenten etwas gut, das kurz, klar und für dein Kind gut greifbar ist. Du könntest zum Beispiel sagen: Das Baby ist noch ganz klein und trinkt Milch aus meiner Brust. Manchmal braucht es dabei auch Nähe, Ruhe und Beruhigung.
Als du noch so klein warst, war das bei dir auch so. So bekommt dein Kleinkind eine einfache Einordnung für das, was es gerade sieht, ohne dass es schon alles verstehen muss. Denn gerade am Anfang ist die Brust für ein Baby oft nicht nur Nahrung.
Sie ist auch ein Ort für Nähe, Beruhigung und Sicherheit. Für dein Kleinkind ist in solchen Momenten oft etwas anderes besonders wichtig: dass es spüren kann, ich bin trotzdem weiter mit gemeint. Dabei kann schon viel helfen, wenn dein Kleinkind beim Stillen nicht außen vor ist, sondern in deiner Nähe bleiben darf.
Vielleicht mit einem Buch. Mit einem Kissen. Oder einfach nah bei dir, so wie es gerade passt.
Manchmal tut auch ein kleiner Satz gut, der den Platz deines älteren Kindes mit sichert. Zum Beispiel: Ich bin auch bei dir. Oder: Du darfst hier bei mir sein, während das Baby trinkt.
Oft ist in diesem Alter deshalb gar nicht die große Erklärung das Wichtigste. Sondern dass dein Kind dabei fühlen kann: Das Baby braucht gerade viel an der Brust. Und ich habe hier trotzdem weiter meinen Platz.