Stillen & Milch

Wenn ein Baby kommt und das ältere Kind noch stillt

Wenn ein weiteres Baby unterwegs ist, kann genau diese Frage auftauchen. Weil du spürst, dass sich etwas verändert und du gut für alle mitdenken möchtest. Ein kommendes Baby bedeutet nicht automatisch, dass du dein älteres Kind jetzt abstillen musst.

Wenn ein weiteres Baby unterwegs ist, kann genau diese Frage auftauchen. Weil du spürst, dass sich etwas verändert und du gut für alle mitdenken möchtest. Ein kommendes Baby bedeutet nicht automatisch, dass du dein älteres Kind jetzt abstillen musst.

Weiterstillen in der Schwangerschaft und auch später mit Baby kann grundsätzlich möglich sein. Gleichzeitig darf sich Stillen in dieser Zeit verändern. Vielleicht wird deine Brust empfindlicher.

Vielleicht fühlt sich das Stillen anders an als vorher. Vielleicht verändert sich auch die Milch, sodass dein älteres Kind anders darauf reagiert. Es kann sein, dass dein älteres Kind dadurch weniger stillt oder sich nach und nach selbst abstillt.

Es kann aber auch sein, dass es weiterstillen möchte, auch wenn das Baby später da ist. Die eigentliche Frage ist deshalb oft nicht nur, ob Weiterstillen möglich ist. Sondern auch, wie es dir damit geht und was sich für euch noch gut tragen lässt.

Vielleicht fühlt es sich für dich weiter stimmig an. Vielleicht merkst du aber auch, dass dir Nähe schneller zu viel wird, dass dein Körper enger reagiert oder dass du eine Grenze spürst. Auch das darf ernst genommen werden.

Wenn du über Abstillen nachdenkst, kann das auch bedeuten, dass du gerade sehr aufmerksam wahrnimmst, was sich für dich verändert und was du im Moment gut tragen kannst. Wenn du abstillen möchtest, darf dieser Übergang so aussehen, wie er für euch passend ist. Wichtig ist dabei, dass du gut im Blick behältst, wie es dir damit geht und was dein älteres Kind in dieser Veränderung braucht.

Dein älteres Kind kann auf diese Veränderung mit Traurigkeit, Protest oder Unverständnis reagieren. Das zeigt erst einmal, dass Veränderung begleitet werden möchte. Und wenn das Baby geboren ist, darf das Neugeborene in den ersten Tagen besonders gut im Blick sein.

Gerade am Anfang braucht es häufige Stillgelegenheiten, damit es gut ankommen kann und die frühe Milchbildung unterstützt wird. Gleichzeitig kann Stillen für dein älteres Kind weiter ein Ort von Nähe, Beruhigung und Sicherheit sein. Genau das darf mitgedacht werden, wenn du euren Weg suchst.

Du musst also nicht sofort festlegen, wie es mit dem Stillen weitergehen soll. Diese Entscheidung darf sich auch entwickeln. Du darfst schauen, wie sich Stillen verändert, was dein Körper dir zeigt und was für euch als Familie stimmig bleibt.

Wenn in deiner Schwangerschaft besondere medizinische Risiken bestehen, gehört diese Frage zusätzlich in die Begleitung durch Hebamme oder ärztliche Fachperson.

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