Stillen & Milch

Herausforderung beim Stillen meistern, oralen Restriktionen

Du legst dein Baby an, und schon beim ersten Saugen hörst du dieses Klicken. In deinem Körper zieht sich etwas zusammen, weil du spürst: Das Trinken ist gerade anstrengend. Für dein Baby.

Du legst dein Baby an, und schon beim ersten Saugen hörst du dieses Klicken. In deinem Körper zieht sich etwas zusammen, weil du spürst: Das Trinken ist gerade anstrengend. Für dein Baby.

Und für dich. Vielleicht dockt dein Baby immer wieder ab, findet schwer Halt und wirkt beim Stillen sehr unruhig oder weinerlich. Manchmal läuft Milch aus dem Mundwinkel.

Und nach dem Abdocken siehst du, dass deine Mamille verformt ist oder sich abgeknickt und druckempfindlich anfühlt. Stillen kann dann deutlich schmerzhaft sein. Und das ist belastend.

Das ist kein Zeichen von Empfindlichkeit und kein Hinweis, dass du etwas falsch machst. Beim Stillen gibt es Situationen, in denen Saugen, Schlucken und Atmen viel Koordination brauchen. Dann entstehen Klick- oder Schmatzgeräusche.

Der Halt an der Brust geht immer wieder verloren. Und sowohl dein Baby als auch dein Körper zeigen deutlich, dass dieser Stillmoment Kraft kostet. Diese Zeichen sind keine Bewertung.

Sie zeigen, dass Mundschluss und Zungenbewegung im Moment noch nicht stabil zusammenarbeiten. Das kann zum Beispiel bei oralen Restriktionen auftreten oder wenn das Saugen für dein Baby sehr anstrengend ist. In solchen Situationen darf Stillen so begleitet werden, dass dein Baby mehr Halt findet und du entlastet wirst.

Eine zurückgelehnte Stillposition kann dabei helfen, weil die Schwerkraft dein Baby unterstützt und weniger Zug auf der Brustwarze entsteht. Auch eine gezielte Unterstützung der Brust kann den Kontakt stabilisieren: Zum Beispiel, indem du die Brust C-förmig mit Daumen und Fingern hältst, oder beim Saugen mit zwei Fingern unter dem Kinn deines Babys mitstützt (Dancer-Griff). So kann dein Baby mehr Brustgewebe fassen, den Mund weiter öffnen und gleichmäßiger saugen.

Wenn das Kinn deines Babys satt an der Brust anliegt und das Trinken leiser wird, ist das häufig ein Zeichen, dass der Kontakt gerade besser passt. Für empfindliche oder wunde Mamillen darf Pflege unterstützend sein – als Schutz für dich, nicht als alleinige Lösung. Wenn Stillen trotz dieser Unterstützung schmerzhaft bleibt oder dein Baby weiterhin sehr unruhig ist, ist es sinnvoll, Unterstützung einzubeziehen.

Eine Hebamme oder eine kinderärztliche Abklärung kann helfen zu klären, ob es Hinweise auf eine Saugproblematik oder orale Einschränkungen gibt und wie euer Stillen gut begleitet werden kann. Du darfst dabei in deinem Tempo bleiben. Und du darfst dir Hilfe holen, weil du aufmerksam bist – nicht, weil du etwas nicht kannst.

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