Ja - Umgebung. Weniger Stoppen, mehr Lernraum
Dein Kind will zur Steckdose, klettert auf den Stuhl, zieht am Kabel. Du bist den ganzen Tag am Stoppen, Umlenken, Aufpassen. Und irgendwann fragst du dich: Muss ich wirklich alles anpassen?
Das ist kein Chaos. Das ist Entwicklung. Die ehrliche Antwort: Nicht alles.
Aber manches schon. Zwischen 12 und 24 Monaten ist Erkunden das Hauptprogramm deines Kindes. Es braucht Raum, um herauszufinden, was seine Welt ausmacht.
Und es braucht dich als sichere Basis, von der aus es das wagen kann. Wenn es weiß, dass du da bist, kann es sicherer und beständiger erkunden. Eine Ja-Umgebung bedeutet nicht, dass alles erlaubt ist.
Es geht darum, den Raum so vorzubereiten, dass dein Kind möglichst viel darf, ohne dauernd gestoppt zu werden. Was wirklich gesichert werden sollte: echte Gefahren. Steckdosen, Putzmittel, Medikamente, alles Scharfe und Heiße.
Der Rest darf Lernraum bleiben. Dort sammelt dein Kind Erfahrungen, die es braucht. Wenn du die zerbrechlichen Sachen eine Etage höher stellst und die unteren Fächer deinem Kind überlässt, brauchst du weniger Stoppschilder im Kopf.
Dein Kind kann erkunden. Du bleibst entspannter dabei. Sicherheit entsteht nicht dadurch, dass alles weich und leer ist.
Sondern dadurch, dass echte Gefahren gesichert sind und du dein Kind ruhig begleitest.