Schnuller und Stillen
Du stillst, dein Baby wird unruhig, und der Schnuller liegt schon da. Vielleicht taucht genau dann diese Frage auf: Geht beides überhaupt zusammen? Das Saugen an der Brust und das Nuckeln am Schnuller sind zwei verschiedene Saugmuster.
An der Brust baut dein Baby aktiv Vakuum auf, nimmt viel Brustgewebe in den Mund und transportiert Milch. Der Schnuller bedient das beruhigende Saugen, ohne Milchfluss und mit einem anderen Saugmuster als an der Brust. Manche Babys wechseln mühelos zwischen beidem.
Andere brauchen etwas Zeit, um beides zu unterscheiden. Was dabei den größten Unterschied macht, ist die Anlegetechnik. Wenn dein Baby gut angelegt ist, den Mund weit öffnet, viel Brustgewebe aufnimmt und nicht nur an der Brustwarzenspitze nuckelt, ist das die beste Grundlage für ein funktionierendes Stillen, mit oder ohne Schnuller.
Der verlässlichste Hinweis kommt von dir und deinem Baby: Wenn das Stillen schmerzfrei ist, dein Baby gut trinkt und zunimmt, zeigt das, dass es passt. Dann spricht vieles dafür, dass es für euch gerade passt. Es kann sinnvoll sein, den Schnuller erst dann einzuführen, wenn das Stillen sich eingespielt hat.
Für manche Mutter-Kind-Paare macht das einen Unterschied, für andere nicht. Wenn du unsicher bist, oder wenn du beim Stillen Schmerzen hast, ist eine Hebamme oder Stillberaterin die erste Anlaufstelle. Du findest heraus, was für euch stimmt.