Stillen und Rollenfindung als Mama
Du schiebst das Shirt hoch, das Baby sucht, und irgendwo im Raum piept noch ein Handy. Dein Blick geht kurz weg, weil um dich herum noch so viel passiert. Und plötzlich ist dieser Gedanke da: Mach ich das „richtig“?
Am Anfang ist das oft anstrengend. Du bist nicht zu langsam, nicht zu empfindlich, nicht „zu wenig“. Stillen ist das, worauf dein Baby vorbereitet ist.
Und trotzdem darf sich der Anfang rumpelig anfühlen. Manches braucht Zeit. Und manchmal auch Unterstützung.
Vielleicht willst du gerade Nähe geben und merkst gleichzeitig, wie wenig Platz du selbst hast. Viele Mütter fühlen sich dabei allein, auch wenn alles nach außen „eigentlich gut läuft“. Beim Stillen laufen Prozesse im Hintergrund, die Verbindung stärken und Entwicklung begleiten.
Manchmal fühlt sich das nicht groß an, sondern still und nebenbei. Viele Babys finden ihren Weg intuitiv. Nähe und Wiederholung helfen dabei.
Und in so einem Moment ist es okay, wenn dein Kopf kurz hin und her kippt. Wenn du magst, nimm für diesen Moment ein kleines bisschen Druck raus. Nicht alles muss jetzt gleichzeitig gehen.
Du darfst einfach bleiben, bei euch, so wie es gerade ist. Ohne es festhalten zu müssen. Und ohne etwas daraus zu machen.
Du bist längst drin.