Stillen & Milch

Stillfreundlich Flasche geben

Als Papa fragst du dich, wie du die Flasche geben kannst, ohne dass das Stillen gleich seinen Platz verliert. Diese Frage ist gut nachvollziehbar. Sie zeigt, dass du dich bewusst einbringen willst und dass dir wichtig ist, euren Weg aufmerksam mitzutragen.

Als Papa fragst du dich, wie du die Flasche geben kannst, ohne dass das Stillen gleich seinen Platz verliert. Diese Frage ist gut nachvollziehbar. Sie zeigt, dass du dich bewusst einbringen willst und dass dir wichtig ist, euren Weg aufmerksam mitzutragen.

Stillfreundlich bedeutet hier nicht, dass es nur einen richtigen Weg gibt. Stillfreundlich kann auch heißen, dass du als Papa die Flasche übernimmst und sie sich trotzdem gut in euer Stillen oder Teilstillen einfügt. Auch dann, wenn du abgepumpte Muttermilch gibst.

Denn in diesem Moment gibst du nicht einfach nur Nahrung. Du übernimmst Begleitung, schenkst Nähe und gestaltest mit, wie sich das Trinken für dein Baby anfühlt. Und genau das kann viel ausmachen.

Wenn ein Baby an der Flasche sehr schnell trinkt, läuft das oft anders als an der Brust. Darum kann es hilfreich sein, wenn du das Trinken ruhig und angepasst begleitest, statt die Milch einfach durchlaufen zu lassen. Für den nächsten Flaschenmoment darf es deshalb ruhig und stimmig zugehen: Dein Baby ist dabei eher aufrecht an deinem Arm, die Flasche eher waagrecht, und das Trinken darf in einem Tempo stattfinden, das nicht drängt.

Wenn zwischendurch kleine Pausen entstehen, bekommt dein Baby Raum zum Atmen, zum Nachspüren und dazu, in seinem eigenen Tempo weiterzutrinken. So begleitest du das Trinken nicht einfach nebenbei, sondern aufmerksam, ruhig und in gutem Kontakt mit deinem Baby. Wenn es für euch passt, kann rund um diesen Moment auch die Brust weiter ihren Platz haben, damit sich Stillen und Flasche gut miteinander verbinden lassen.

Auch abgepumpte Muttermilch in der Flasche ist dabei kein Gegensatz zum Stillen. Sie kann für dich als Papa eine schöne Möglichkeit sein, dein Baby zu nähren und dich gleichzeitig stillfreundlich in euren Alltag einzubringen. Auch wenn bei euch gerade Brust und Flasche zusammen ihren Platz haben, darf euer Weg ruhig, passend und stillfreundlich sein.

Es muss nicht alles ganz eindeutig in die eine oder andere Richtung gehen, damit es sich für euch stimmig anfühlt. Wenn sich das innerlich schwer oder unruhig anfühlt, kann es entlastend sein, euch dabei begleiten zu lassen. Manchmal hilft schon ein klarer Blick von außen, damit sich euer gemeinsamer Weg wieder ruhiger und passender anfühlt.

Du hast als Papa einen echten Platz in diesem Alltag mit Stillen und Flasche. Nicht nur unterstützend daneben, sondern tragend mit drin. Und genau diese ruhige, aufmerksame Art, wie du dein Baby beim Trinken begleitest, kann eine starke Grundlage für euch als Familie sein.

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