Was hilft, wenn dein Baby an der Flasche unruhig ist, viel spuckt oder abdockt
Wenn dein Baby an der Flasche unruhig wird, viel spuckt oder immer wieder abdockt, fühlt sich das schnell an, als würde gerade vieles gleichzeitig passieren. Oft zeigt dein Baby dir damit aber zuerst einmal, dass dieser Moment gerade viel ist. Nicht nur über Weinen oder Lautstärke, sondern über seinen ganzen Körper.
Spucken, Wegdrehen oder den Sauger immer wieder zu verlieren heißen nicht automatisch, dass etwas Grundlegendes nicht stimmt. Häufig wird daran eher sichtbar, dass Tempo, Menge oder die ganze Situation gerade nicht gut zusammenpassen. Wenn dein Baby sich überstreckt, den Kopf wegdreht, hin und her an der Flasche geht oder beim Trinken unruhig wird, lohnt es sich deshalb, den Moment als Ganzes anzuschauen und nicht nur darauf, wie viel gerade getrunken wird.
Manchmal ist es einfach ein Moment, in dem dein Baby etwas mehr Entlastung braucht. Etwas weniger Tempo. Etwas mehr Ruhe.
Etwas mehr Zeit zum Schlucken, Atmen oder Aufstoßen. Genau das macht oft schon einen Unterschied. Hilfreich kann dann sein, genauer wahrzunehmen, wie dein Baby gerade trinkt: ob es gut ins Schlucken findet oder ob eher Husten, Würgen, Wegdrehen, Gegenhalten oder viel Luftschlucken dazukommen.
Darin zeigt sich oft deutlicher als an der Menge allein, was gerade gebraucht wird. Auch kleine Veränderungen im Handling können viel bewirken. Wenn dein Baby beim Trinken eher aufrecht bei dir ist, die Mahlzeit überschaubar bleibt und zwischendurch kurze Pausen möglich sind, muss es oft nicht alles auf einmal bewältigen.
Und auch nach der Flasche kann es guttun, noch einen Moment in dieser ruhigeren, aufrechten Haltung bei dir zu bleiben, bevor ihr direkt wieder weiter in den nächsten Reiz oder die nächste Aktivität geht. So kann das Füttern wieder mehr Ruhe bekommen. Du bleibst im Kontakt, nimmst Tempo raus, wenn dein Baby zeigt, dass es gerade zu viel ist, und gibst dem Moment die Chance, sich wieder zu sortieren.
Gerade bei viel Spucken, Sauger-rausdrücken oder sichtbarer Unruhe liegt darin oft mehr als in dem Versuch, einfach weiterzumachen. Wenn viel Spucken dazukommt, dein Baby Schmerzen zu haben scheint, häufig hustet, würgt, schlecht trinkt oder dir insgesamt belastet vorkommt, hol dir medizinischen Rat. PapaKlar gibt Orientierung und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Begleitung.