Wenn Stillen trotz Wunsch schwerfällt
Du möchtest stillen, und trotzdem fühlt es sich manchmal schwerer an, als du erwartet hast. Das ist erst einmal kein Gegenbeweis zu deinem Wunsch, sondern oft ein Hinweis darauf, dass gerade etwas noch nicht gut mitträgt. Stillen kann gewollt sein und sich trotzdem schwer anfühlen.
Nicht, weil du zu wenig willst, sondern weil manchmal mehrere Dinge gleichzeitig mit hineinspielen. Manchmal passt das Anlegen noch nicht gut, Stillen tut weh, die Brust ist sehr voll, der Milchspendereflex kommt nicht gleich in Gang oder dein Baby findet beim Saugen und Anlegen noch nicht gut ins Trinken. Auch eine anstrengende Geburt, ein Kaiserschnitt, verfrühte Flaschengabe, Stillhütchen, die nicht gut passen, ein zu kurzes Zungenbändchen oder einfach viel Stress und Unsicherheit rund um euch können das Stillen erschweren.
Dann hilft oft nicht die Frage, ob mit dir etwas nicht stimmt, sondern eher, was gerade noch nicht gut mitträgt. Für den nächsten Moment kann schon entlasten, den Stillmoment etwas weiter anzuschauen: wie ihr gerade zueinander findet, wie viel Spannung in deinem Körper ist und an welcher Stelle es eigentlich schwer wird. Manchmal wird es schon leichter, wenn nicht du in Frage stehst, sondern die Umstände genauer angeschaut werden.
Wenn es sich trotz kleiner Veränderungen weiter nicht stimmig anfühlt, kann fachkundige Begleitung entlasten.