Wenn Stillen unterbrochen wird
Wenn Stillen durch Trennung, Arbeit oder eine Medikamentenpause unterbrochen wird, kann das schnell nach viel klingen. Vor allem dann, wenn sofort die Sorge da ist, dass damit alles verloren geht. So endgültig ist eine Unterbrechung aber nicht automatisch.
In dieser Zeit kann es helfen, die Milch weiter von Hand zu gewinnen oder abzupumpen, damit die Milchproduktion mitgetragen bleibt. Gerade bei Arbeit oder einer vorübergehenden Trennung heißt Pause deshalb nicht automatisch Abstillen. Und auch wenn Stillen wegen Medikamenten zeitweise aussetzen muss, kann die Milchgewinnung in dieser Phase eine Brücke sein.
Wenn du danach wieder mehr stillen möchtest, darf das Schritt für Schritt gehen. Dann hilft oft der Blick auf das, was gerade möglich ist, was du dir wünschst und was deine Milchbildung jetzt wieder unterstützt. Das muss kein starres Programm werden.
Eher ein neues Einspielen, ähnlich wie bei einem Stillstart, mit Geduld, Feinfühligkeit und realistischen Erwartungen an euch beide. Für diesen Moment kann die Orientierung eher sein: Eine Unterbrechung heißt nicht automatisch, dass Stillen vorbei ist. Erst einmal kann es darum gehen, die Milchproduktion in dieser Zeit weiter gut zu unterstützen und danach in Ruhe zu schauen, was sich für euch wieder aufbauen lässt.
Gerade wenn Stillen nach einer Trennung, Arbeit oder Medikamentenpause wieder angebahnt werden soll, kann es sinnvoll sein, dich dabei von einer Stillberaterin oder einer fachkundigen Begleitung unterstützen zu lassen, die sich mit genau diesem Weg gut auskennt.