Rund ums Baby

Wie Vertrauen zu neuen Betreuungspersonen wachsen kann

Wenn ein Kind in der Eingewöhnung stark an seiner Bezugsperson hängt, kann das Eltern schnell verunsichern. Dabei zeigt sich darin oft zuerst, wie sehr ein Kind in neuen Situationen noch Sicherheit über Vertrautes sucht.

Wenn ein Kind in der Eingewöhnung stark an seiner Bezugsperson hängt, kann das Eltern schnell verunsichern. Dabei zeigt sich darin oft zuerst, wie sehr ein Kind in neuen Situationen noch Sicherheit über Vertrautes sucht. Wie sich das zeigt, kann zwischen null und drei Jahren unterschiedlich aussehen.

Manche Kinder brauchen vor allem viel Nähe und Rückversicherung, andere wagen schon früher kleine Schritte in Richtung neuer Betreuungsperson – beides darf dazugehören. Vertrauen zu einer neuen Betreuungsperson entsteht bei den wenigsten Kindern auf einmal. Es wächst meist nach und nach.

Oft tut es Kindern am Anfang gut, wenn im Neuen noch etwas Vertrautes spürbar bleibt – zum Beispiel deine Nähe, deine Stimme oder eine Art des Ankommens, die sich wiedererkennen lässt. So muss dein Kind diesen neuen Schritt nicht allein bewältigen, sondern kann sich von etwas Sicherem aus langsam darauf einlassen. Auch eine neue Betreuungsperson wird für Kinder meist nicht plötzlich vertraut.

Vertrauen kann eher dort wachsen, wo Begegnungen sich wiederholen, freundlich verlaufen und nach und nach vorhersehbarer werden. Wenn dein Kind erlebt, dass die Betreuungsperson ruhig in Kontakt kommt, wieder da ist und Übergänge nicht überraschend über es hinweg passieren, kann langsam mehr Sicherheit entstehen. Vielen Kindern hilft es zusätzlich, wenn sie spüren, dass auch zwischen dir und der neuen Betreuungsperson ein ruhiger, vertrauensvoller Kontakt entsteht.

So wird das Neue nicht nur über Worte, sondern über Beziehung nach und nach sicherer. Dabei hilft oft weniger Tempo als Verlässlichkeit. Weniger Druck als Wiederholung.

Dein Part ist deshalb nicht, Trennung möglichst schnell herzustellen. Sondern diesen Übergang so mitzugestalten, dass er für dein Kind verständlich und tragbar werden kann. Vielen Kindern tut es gut, wenn im Ankommen und Verabschieden mit der Zeit etwas entsteht, das wiedererkennbar ist.

Etwas, woran sie sich innerlich festhalten können. Und wenn Tränen kommen, heißt das nicht automatisch, dass kein Vertrauen wachsen kann. Oft heißt es nur, dass dein Kind in diesem Moment noch viel Nähe und Rückversicherung braucht.

Genau darin darf Vertrauen Schritt für Schritt entstehen: zwischen Nähe und Loslassen, zwischen dir und der neuen Betreuungsperson, zwischen dem, was noch fremd ist, und dem, was langsam vertraut wird.

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