Eltern-Team & Alltag

Beiden Kindern in erschöpften Momenten gerecht werden

Du sitzt auf dem Sofa, das Baby weint, dein größeres Kind klettert auf dich. Beide wollen dich jetzt. Und in dir kommt sofort dieses Gefühl hoch: Wie soll ich beiden gerecht werden?

Du sitzt auf dem Sofa, das Baby weint, dein größeres Kind klettert auf dich. Beide wollen dich jetzt. Und in dir kommt sofort dieses Gefühl hoch: Wie soll ich beiden gerecht werden?

Solche Momente können sich sehr schnell erschöpfend anfühlen. Nicht nur, weil zwei Kinder gleichzeitig etwas brauchen. Sondern auch, weil Erschöpfung solche Momente oft noch schwerer macht.

Genau dann wird oft alles gleichzeitig laut. Das Baby braucht etwas. Das größere Kind braucht etwas.

Und du brauchst eigentlich auch einen Moment Luft. Dass dir das so viel abverlangt, ist nur verständlich. Denn in solchen Momenten geht es oft nicht darum, dass eines richtig und das andere falsch wäre.

Sondern darum, dass mehrere echte Bedürfnisse gleichzeitig da sind. Vielleicht geht es deshalb gerade weniger darum, beiden in derselben Minute gleich viel zu geben. Und mehr darum, zu spüren, was gerade zuerst gebraucht wird.

Denn auch wenn beide Kinder gleichzeitig etwas von dir wollen, ist nicht immer alles gleich dringend. Genau dieses Sortieren im Hier und Jetzt macht solche Momente oft so anstrengend. Gerade wenn du erschöpft bist, wird dieses Sortieren oft noch schwerer.

Nicht weil du es nicht kannst. Sondern weil Erschöpfung das Wahrnehmen, Entscheiden und Dableiben anstrengender macht. Darum gehört auch deine eigene Erschöpfung in diesem Moment mit dazu, als etwas, das ernst genommen werden darf.

Vielleicht hilft in solchen Momenten deshalb weniger die Frage, ob du beiden genug gibst. Und mehr die Frage, was gerade zuerst Sicherheit braucht. Gerecht werden heißt in solchen Momenten oft nicht, alles gleich zu verteilen.

Sondern das zu halten, was gerade zuerst dran ist. Vielleicht ist das heute kein ruhiger, runder Familienmoment. Vielleicht ist es einfach ein Abend, an dem du das Nächste hältst, was gerade dran ist.

Auch das kann genug sein.

An eine Mama schicken

Solche Antworten jederzeit & für genau deine Situation

In der MamaKlar-App begleitet dich Judith rund um die Uhr – eine ruhige Stimme, die einordnet statt belehrt.

Mehr aus Eltern-Team & Alltag

Gemeinsam Entscheidungen tragenÜber Nächte und Erschöpfung gut ins Gespräch kommenNach der Kita ankommenWenn dein Kind nur Mama will

MamaKlar gibt Orientierung und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Begleitung. Bei Sorge um die Gesundheit deines Kindes wende dich an Hebamme, Kinderarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117).

Ein Beitrag von MamaKlar · Klarheit, wenn’s gerade zu viel ist.

Link kopiert