Wenn dein Kind nur Mama will
Dein Kind weint heftig, streckt die Arme nach Mama aus und schiebt deine Hand weg, wenn du es hochnehmen willst. Das trifft. Mitten rein.
Du willst da sein, trösten, schützen, helfen. Und gleichzeitig spürst du diese Ohnmacht, die sich so schwer in Worte fassen lässt. Du machst nichts falsch.
Was du gerade erlebst, hat einen Grund. Kinder in diesem Alter sind mitten in einer Phase, in der sich gerade sehr viel gleichzeitig entwickelt. Sie wollen Selbstständigkeit und brauchen gleichzeitig Sicherheit.
Dazu kommen Müdigkeit, Überreizung, Frust oder einfach zu viel auf einmal. Wenn sich das alles überlagert und zu viel wird, bricht das aus. Laut.
Kompromisslos. In solchen Momenten greift ein Kind auf das zurück, was sein Körper kennt. Das ist in diesem Moment keine bewusste Entscheidung gegen dich, sondern ein kindlicher Versuch, Halt zu finden.
Wen dein Kind in solchen Momenten ruft, sagt nichts darüber, ob du wichtig bist. Du bist wichtig. Anders.
Aber nicht weniger. Deine Gefühle in diesem Moment dürfen da sein. Auch die schweren.
Wenn du willst, bleib einfach in der Nähe. Sag ruhig: Ich bin hier, wenn du mich brauchst. Manchmal reicht deine stille Anwesenheit im Raum, damit dein Kind spürt: Papa ist da.
Bindung entsteht nicht nur in den Momenten, in denen du gebraucht wirst. Sie entsteht auch in den Momenten, in denen du einfach bleibst. Auch solche Momente gehen nicht verloren.
PapaKlar gibt Orientierung und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Begleitung.