Eltern-Team & Alltag

Flasche geben, ohne dass Druck zwischen euch entsteht

Wenn ihr euer Baby mit der Flasche begleitet, geht es oft nicht nur ums Trinken. Es geht auch darum, wie ihr diesen Moment miteinander erlebt. Und genau da kann schnell Druck entstehen, obwohl ihr eigentlich beide dasselbe wollt: euer Baby gut versorgen und euch dabei sicher fühlen.

Wenn ihr euer Baby mit der Flasche begleitet, geht es oft nicht nur ums Trinken. Es geht auch darum, wie ihr diesen Moment miteinander erlebt. Und genau da kann schnell Druck entstehen, obwohl ihr eigentlich beide dasselbe wollt: euer Baby gut versorgen und euch dabei sicher fühlen.

Gerade als Vater kann sich in so einem Moment schnell viel auf einmal in dir sammeln. Du schaust auf dein Baby. Auf die Flasche.

Auf die Reaktion deiner Partnerin. Und oft auch sofort auf dich selbst. Das heißt nicht, dass du außen vor bist oder nur mitläufst.

Es zeigt eher, wie viel in so einem Augenblick gleichzeitig zusammenkommt. Wenn dein Baby den Sauger aus dem Mund schiebt, immer wieder abdockt, den Kopf wegdreht oder unruhig wird, ist das keine Bewertung von dir oder deiner Partnerin. Es ist erst einmal ein Signal im Moment.

Und genau solche Signale können euch helfen, wieder als Eltern zusammenzuschauen, statt innerlich in richtig und falsch zu kippen. Oft wird es genau dann schwierig, wenn ein Zeichen vom Baby plötzlich mehr Druck auslöst, als der Moment eigentlich braucht. Als müsste einer von euch es besser wissen.

Als wäre gerade sichtbar, wer es richtig macht. Dabei braucht euer Baby in diesem Moment keine bessere Seite. Es braucht zwei Erwachsene, die sich an seinem Signal orientieren und daraus gemeinsam eine nächste Entscheidung machen.

Genau da kann deine Rolle als Vater viel tragen. Nicht, indem du alles löst. Sondern indem du benennst, was du wahrnimmst, ohne es gleich zu bewerten.

Etwa in dem Sinn: Ich habe gerade den Eindruck, es braucht eher eine Pause oder etwas weniger Tempo. So entsteht aus Unsicherheit leichter wieder Zusammenarbeit. Entlastung entsteht oft nicht dadurch, dass einer von euch die richtige Antwort hat.

Sondern dadurch, dass ihr euch nicht gegeneinander sortieren müsst. Dass ihr auf dasselbe schaut. Dass ihr Entscheidungen gemeinsam trefft.

Und dass du als Vater nicht nur unterstützt, sondern als ruhige, gleichwertige Bezugsperson mit im Moment stehst. Für euer Baby entsteht daraus etwas sehr Wertvolles: verlässliche Reaktionen. Nicht perfekt, aber wiedererkennbar und gemeinsam getragen.

So kann aus dem Fläschchengeben eher ein gemeinsames Abstimmen werden als ein Moment, in dem sich einer von euch innerlich beweisen muss. Ihr reagiert auf das, was euer Baby gerade zeigt. Nicht auf die innere Messlatte.

Nicht auf alte Unsicherheit. Sondern auf euer Kind und aufeinander. Und genau das verändert oft mehr, als man zuerst denkt.

Nicht weil plötzlich alles leicht wird. Sondern weil Druck zwischen euch weniger Platz bekommt, wenn Orientierung wieder gemeinsam entsteht. Wenn es sich trotzdem immer wieder festfährt, kann es stark sein, euch gemeinsam Rückhalt zu holen, statt länger in dieser Spannung zu bleiben.

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Ein Beitrag von MamaKlar · Klarheit, wenn’s gerade zu viel ist.

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