Wenn dein Kind nur zu Mama will
Du stehst an der Tür, dein Kind klammert sich fest und ruft nach Mama. In dir zieht sich kurz alles zusammen, weil du gerade nicht die erste Anlaufstelle bist. Das kann sich schnell persönlich anfühlen.
Auch dann, wenn du längst da bist und mitträgst. Gerade beim Abschied greifen Kinder oft nach dem, was sich in diesem Moment am schnellsten nach Sicherheit anfühlt. Manchmal ist das Mama.
Das sagt nicht, dass du weniger wichtig bist. Es zeigt erst einmal nur, wo dein Kind gerade am direktesten Entlastung sucht. Und genau das kann für dich der entlastende Blick sein: Nicht alles, was sich im Abschied gegen dich anfühlt, ist auch gegen dich gerichtet.
In solchen Momenten geht es oft weniger um Gleichverteilung und mehr um Orientierung. Für dein Kind. Und auch für dich.
Was in solchen Momenten oft mehr hilft, ist nicht der Versuch, den Ruf nach Mama sofort zu stoppen. Sondern dass dein Kind mit dir erleben kann: Auch so bleibt dieser Abschied verlässlich. Das darf nach und nach entstehen.
Und es darf sich auch von Tag zu Tag unterschiedlich anfühlen. Vielleicht liegt genau darin etwas Entlastendes: Du musst diesen Moment nicht sofort verändern. Oft reicht es schon, wenn du da bist und deinem Kind Halt gibst.
Mit der Zeit kann sich auch dieser Moment anders anfühlen. Nicht, weil eure Bindung erst entstehen muss. Sondern weil dein Kind nach und nach erlebt: Auch mit dir lässt sich dieser Abschied tragen.
Und wenn beim Abschied weiter nach Mama gerufen wird, kann dein Halt trotzdem spürbar bleiben. Nicht indem du dagegen ankämpfst. Sondern indem du bei dir, bei deinem Kind und bei einem klaren Rahmen bleibst.
Genau so kann dein Kind nach und nach erleben: Auch mit dir ist dieser Moment tragbar. PapaKlar gibt Orientierung und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Begleitung.