Eltern-Team & Alltag

Wie kann ich als Papa die Abendbegleitung übernehmen?

Du hast dein Baby am Abend auf dem Arm, und in dir taucht vielleicht leise die Frage auf: Kriege ich das heute hin? Dass dir das durch den Kopf geht, sagt nichts gegen dich. Es zeigt nur, dass dir dieser Moment wichtig ist.

Du hast dein Baby am Abend auf dem Arm, und in dir taucht vielleicht leise die Frage auf: Kriege ich das heute hin? Dass dir das durch den Kopf geht, sagt nichts gegen dich. Es zeigt nur, dass dir dieser Moment wichtig ist.

Für viele Väter fühlt sich die Abendbegleitung am Anfang ungewohnt an. Vor allem dann, wenn dein Baby bisher meist mit der Mama oder auf eine andere Weise in den Schlaf gefunden hat. Und trotzdem kann genau daraus etwas Eigenes zwischen euch entstehen.

Babys orientieren sich nicht nur an einer Person. Sie orientieren sich stark an wiederkehrenden Erfahrungen: an einem ähnlichen Ablauf, an einer vertrauten Art gehalten zu werden, an einer Stimme, an Ruhe und Wiederholung. Verlässliche Abläufe geben dabei Sicherheit.

Wenn du also abends begleitest, bist du kein Ersatz. Du kannst für dein Baby selbst zu einer sicheren Konstante werden. Was dabei hilft, ist nicht Perfektion, sondern Wiederholung.

Ein ähnlicher Ablauf am Abend gibt Orientierung. Zum Beispiel: kurz ruhiger werden, wickeln wenn es passt, halten, tragen, summen oder mit wenigen ruhigen Worten da sein. Wichtiger als die perfekte Technik ist, dass dein Baby spürt: Der Abend mit Papa hat einen Rahmen, und dieser Rahmen bleibt verlässlich.

Eine gute Hilfe kann auch eine klare Übergabe zwischen euch Eltern sein. Zum Beispiel nach dem letzten Stillen oder der letzten Flasche. Dann übernimmst du den nächsten Schritt und bleibst für diesen Abendweg erst einmal bei einem ruhigen Ablauf, statt ständig neu anzusetzen.

Und wenn es dabei noch einmal unruhig wird, heißt das nicht, dass dein Abend nicht zählt. Viele Babys brauchen ein paar Wiederholungen, bis ein neuer Weg vertraut wird. Nicht jeder Abend wird gleich laufen, und nicht jedes Baby reagiert gleich.

Vielleicht hilft dir genau dieser Gedanke: Du musst abends nicht beweisen, dass du es genauso kannst wie jemand anderes. Du darfst euren eigenen Weg finden. Schritt für Schritt.

Abend für Abend. Wenn du heute etwas Konkretes brauchst, dann mach es klein. Übernimm einen klaren Teil des Abends, der wiedererkennbar bleibt.

Halte dein Baby ruhig an deinem Körper, bleib bei einer gleichmäßigen Bewegung und nimm einen einfachen Satz, der auch dich sortiert: „Ich bin da. Wir machen jetzt eins nach dem anderen.“ Mehr muss dieser Moment nicht leisten. So lernt dein Baby mit der Zeit: Auch Papa kann mich abends sicher begleiten.

Und du lernst gleichzeitig früher zu merken, was bei euch trägt: noch ein Moment Nähe, etwas weniger Reiz oder einfach ein ruhiger Übergang in den Schlaf. Und wenn du merkst, dass du selbst innerlich unruhig wirst, darf auch das Teil der Abendbegleitung sein: erst kurz ruhiger werden, dann weitermachen. Wenn du merkst, dass euch das Thema dauerhaft stresst oder du dich in der Abendbegleitung sehr unsicher fühlst, darf Unterstützung dazukommen.

Nicht, weil du es nicht kannst, sondern weil Orientierung manchmal genau das ist, was Sicherheit wachsen lässt. PapaKlar gibt Orientierung und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Begleitung.

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Ein Beitrag von MamaKlar · Klarheit, wenn’s gerade zu viel ist.

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